Beschwerden & Anwendungsbereiche

Beweglichkeit – wenn der Radius unbemerkt schrumpft

Der Blick über die Schulter, das Schuhebinden, der Griff ins oberste Regal: Beweglichkeit fällt erst auf, wenn sie fehlt. Liegt kein Gelenkschaden vor, ist meist das Weichteilgewebe verantwortlich.

Woran es tatsächlich liegt

Beweglichkeit entsteht nicht allein im Gelenk. Damit eine Bewegung vollständig ausgeführt werden kann, müssen Muskeln nachgeben, Faszien gleiten und Gewebeschichten sich gegeneinander verschieben lassen. Wird eine Bewegung über längere Zeit nicht mehr ausgeführt – durch Dauerhaltung im Sitzen, nach einer Verletzung, nach einer Operation oder durch Schonhaltung –, verkürzt die Muskulatur und das Bindegewebe verliert an Verschieblichkeit. Der Körper richtet sich auf den kleineren Radius ein, ohne dass etwas defekt wäre. Genau das lässt sich beeinflussen.

Therapeutischer Ansatz

Was manuelle Arbeit hier bewirkt

Die therapeutische Massage löst verkürzte und verhärtete Muskulatur, sodass Bewegungen wieder weiter geführt werden können. Die Bindegewebsmassage setzt eine Ebene darüber an und verbessert die Verschieblichkeit der Gewebeschichten – oft der entscheidende Punkt, wenn trotz gelöster Muskulatur nichts vorwärtsgeht. Die Sportmassage ergänzt mit ruhig geführten Dehnimpulsen. Wichtig ist, den gewonnenen Radius danach zu nutzen: Ohne Bewegung stellt sich die alte Einschränkung binnen weniger Wochen wieder ein.

Hinweis

Wenn die Beweglichkeit von einem Tag auf den anderen einbricht, nach einem Unfall eine Blockade bleibt, ein Gelenk anschwillt und sich warm anfühlt oder Bewegungsschmerz mit Kraftverlust einhergeht, muss zuerst ärztlich untersucht werden. Liegt eine Arthrose vor oder wurde am Gelenk operiert, klären Sie das Vorgehen bitte mit der behandelnden Fachperson.

Häufige Fragen

Antworten zu den häufigsten Fragen rund um Beweglichkeit und therapeutische Massage.

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